Ein schönes Bild für den nächsten Resilienzfaktor, auf den ich im Rahmen der Resilienz-Reihe etwas genauer eingehen möchte, ist ein Dietrich. Dieses Werkzeug kann die Tür öffnen, ohne genau das Schloss zu kennen. Was genau hat das mit Resilienz zu tun? Nun ja, um eine Lösung zu finden, muss ich das Problem nicht in- und auswendig kennen. Genauso wie ich mit einem Dietrich ein Schloss öffnen kann ohne dies genau zu untersuchen, kann ich auch ein Problem lösen, ohne zu viel Zeit mit dem Problem an sich zu verschwenden.

Genauso handeln lösungsorientierte Menschen. Sie suchen in schwierigen Situationen nach Lösungsmöglichkeiten und neuen Ideen und nicht nach der Ursache von Problemen. Somit kommen sie ins Tun, halten sich nicht zu sehr mit dem Problem selber auf und haben auch gar nicht die Chance, in die Opferrolle zu rutschen.

Offen für neue Perspektiven!

Ein wichtiger Zuspieler ist hier zudem die Akzeptanz. Wenn ich eine Situation, eine Herausforderung annehmen kann, dann verschwende ich keine weitere Energie mit dem Ärger darüber. Viel mehr kann ich dann nach dem Weg heraus suchen!

Bei der Lösungsorientierung geht es also um das Offen sein für neue Ideen. Auch mal ungewohnte Perspektiven einnehmen und alte Wege verlassen, das gehört zur Lösungsfindung dazu. Oder auch mal vorläufige oder Teillösungen annehmen, anstatt gleich das perfekte Ergebnis zu erwarten. Je ausgeprägter die Selbstwirksamkeitserwartung und auch der realistische Optimismus, desto besser können kreative Lösungen gefunden werden. Mit einer Einstellungsänderung kann dann ein Wechsel stattfinden, dann ist es kein Problem mehr, sondern eine Herausforderung.

Das Bild von dem Dietrich stammt übrigens nicht von mir, sondern wird von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg verwendet, den Erfindern der lösungsorientierten Kurzzeittherapie.

Resilienz ist in allen Bereichen unseres Lebens wichtig! Meine Angebote dazu sind hier zu finden:

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay